Eine Frage so alt wie die Industrie selbst. Die Ermittlung eines Marktpreises ist eine Kunst für sich, da sie die Prognose zukünftiger Ereignisse beinhaltet. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten: die Vergleichswertmethode und die Ertragswertmethode. Erstere ist mit Abstand die gängigste. Man sucht einfach nach ähnlichen Objekten auf dem Markt, um sich einen Überblick über das aktuelle Angebot zu verschaffen. Dies ist natürlich nur möglich, wenn das Angebot groß ist. Andernfalls gestaltet sich die Ermittlung etwas schwieriger. Die Ertragswertmethode hingegen geht davon aus, dass der Wert der Immobilie und ihre potenziellen Erträge korreliert sind. Diese Methode wird vor allem bei Unternehmen oder Gewerbeimmobilien angewendet, da man in diesem Fall ein Unternehmen erwirbt und das investierte Kapital von den zukünftigen Erträgen abhängen sollte. Der jährliche Nettoertrag der Immobilie wird berechnet, durch einen angemessenen Zinssatz geteilt, und so erhält man den Marktwert.
Es muss noch einmal betont werden, dass beide Schätzmethoden nur Annäherungswerte liefern. Der tatsächlich erzielbare Höchstpreis hängt auch in hohem Maße von den potenziellen Käufern ab, die derzeit auf dem Markt sind.